Warum Pforzheim

Eigentlich bin ich eine gebürtige Kieler Sprotte, die Ostsee ist mein Heimathafen. Pforzheim liegt da nicht gerade um die Ecke… Aber nachdem ich meine Entscheidung getroffen hatte, dass ich eine Goldschmiedeausbildung machen will, hat mich der gute Ruf der „Goldstadt“ in die Ferne gelockt.
Ich habe es nie bereut. Zwar gibt es nicht mehr um die 1000 Schmuckbetriebe, wie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, aber die Schmuckinfrastruktur ist bis heute einzigartig. In dieser Stadt tummeln sich Schmuckschaffende und Schmuckspezialisten aller Couleur.
Ich behaupte, dass sich in dieser Stadt für jedes Schmuckproblem eine Lösung finden lässt, man muss sich nur auf die Suche machen und mit den Leuten sprechen.

http://www.gz-online.de/cgi-bin/adframe/design/article.html


Pforzheim Revisited
Generationsübergreifende Neuinterpretation
historischer Techniken

Unter dem Titel Manufakturelle Schmuckproduktion besteht eine bereits siebenjährige Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Pforzheim, der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin und den Schmuckspezialisten der Arbeitsgruppe „Schmuck verbindet“, welche die Erhaltung
und Neuinterpretation aussterbender Manufaktureller Schmucktechniken zum Ziel hat, siehe: Manufakturelle Schmuckproduktion.

Aus diesem facettenreichen Projekt etstand das semesterprojekt „Pforzheim revisited“, bei dem Studierende der Hochschule Pforzheim für eine Woche nach Berlin fahren und dort im Deutschen Technikmuseum in der Museumsabteilung „Schmuckproduktion“ arbeiten können. Nach eigenem Entwurf und unter Einbeziehung der historischen manufakturellen Schmuckproduktionstechniken.

Die Vermittlung, Enträtselung, Bewahrung und Tradierung der alten Verfahrenstechniken findet in der Abteilung Schmuckproduktion der Stiftung Deutsches Technikmuseum in Berlin und auch im Technischen Museum Pforzheim statt. In den Museen lernen die Studenten der Hochschule während eines Semesterprojektes an Maschinen wie u.a. Fallhammer, Friktionsspindelpresse oder Guillochiermaschinen zu arbeiten und erforschen deren Potenzial für die zeitgenössische Schmuckgestaltung.

Für Absolventen der Hochschule vergibt die Pforzheimer Firma C. Hafner seit 2011 regelmäßig ein Stipendium. Die Gewinner können jeweils 3-6 Monate lang im Deutschen Technikmuseum Berlin wohnen und arbeiten um mit den manufakturellen Techniken zeitgenössischen Schmuck in Kleinserien oder Unikate herzustellen.
C.Hafner Stipendium

 

Kompetenznetzwerk:
MTZ 
Manufaktur-Transfer-Zentrum Pforzheim

Das MTZ ist ein Kompetenznetzwerk und eine Ergänzung zu dem Semesterprojekt „Pforzheim revisited“ der Hochschule Pforzheim, das die Erhaltung und Neuinterpretation manufaktureller Verfahrensweisen der Schmuckbranche zum Ziel hat.
Es fungiert als Wissenszentrum, in dem das historische manufakturelle Verfahrenswissen, die Kontakte zu den Experten aus der Pforzheimer Schmuckindustrie (AG Schmuck verbindet) und die für die Anwendung benötigten Fertigkeiten gebündelt, erlernt, dokumentiert und an Interessierte weitervermittelt werden.
Im MTZ werden Studierende und SchmuckgestalterInnen, die an historischen manufakturellen Schmucktechniken interessiert sind oder schon mit ihnen arbeiten, mit Rat und Tat unterstützt. Manufakturelle Schmuckgestaltung versteht sich als ein Forum für alle, die neuen Schmuck mit manufakturellen Techniken gestalten.
Unterstützt wird das Projekt von der Firma C.HAFNER, sowie mit Geldern der Hans und Lilli Holl-Stiftung.